Spielmannszug

Der Spielmannszug zählt zur Zeit ca. 55 Aktive Musikantinnen und Musikanten.
Wir stehen für traditionelle Spielmanns-Musik mit Querflöten, Trommeln, Lyra und großem Schlagwerk.

Zum Begriff “ Spielmanns – Musik “ eine kurze Erläuterung:
Diese Art von Musik hat eine sehr alte Tradition, die ihre Wurzeln im späten
Mittelalter und in der Landsknechtszeit des 15. bis 16. Jahrhunderts hat. Die damaligen Instrumente
bilden den Ursprung der heutigen Blech- und Holzblasinstrumente. Im Laufe der Zeit haben sich die
Spielmannszüge über die Militärmusik des 18. und 19. Jahrhunderts zu der heutigen Form entwickelt.
In den Jahren 1933-1945 wurden die Spielmannszüge leider zu populistischen Zwecken eines Unrechtssystems mißbraucht. Es gibt in Deutschland eine Vielzahl von Spielmannszügen, die in der Mehrzahl hauptsächlich in Mittel- und Norddeutschland zu finden sind. Der Spielmannszug Holzkirchen pflegt diese alte Tradition, indem er diese Art von Musik perfekt zu beherrschen versucht. Das Repertoire geht von historischen Stücken über Volkslieder bis hin zu modernen Stücken im Stil der amerikanischen Drumerbands.

 

Die sehr effektvollMusikzug-Holzkirchen-Marschmusike Spielmanns-Musik eignet sich hauptsächlich für Standkonzerte im Freien und in sehr großen Räumen, sowie für Musik in der Bewegung, wie Festumzüge, Einzüge, Einlagen und klangvolle Eröffnungen von Festen und feierlichen Anlässen. Eine sehr wichtige Komponente eines Spielmannszuges ist neben der gekonnten, dynamischen Intonierung der Musik das optische Erscheinungsbild, welches durch diszipliniertes, exaktes Auftreten und choreographisch einstudierte Bewegungen seine Akzente setzt.
Der Spielmannszug ist zum Großteil mit sehr jungen Musikern besetzt, da sich hier wie kaum anderswo eine Motivation zum Erlernen und Üben eines Instruments über die mögliche Teilnahme an attraktiven Auftritten bereits in einem frühen Stadium erreichen läßt.

Die verschiedenen Funktionen des Musikzuges lassen sich anhand der Marsch-Aufstellung, von der Spitze beginnend, wie folgt darstellen :
Die Spitze des Zuges bildet der Taferlbua, meist ein Bub von 6 – 10 Jahren, der noch in der musikalischen Ausbildung steckt. Er trägt die Tafel mit dem Namen des Musikzuges und dem Symbol des Marktes Holzkirchen.
Dahinter folgt der Fahnenträger und seine beiden Begleiter mit der Standarte des Musikzuges, gefolgt vom Träger des Schellenbaumes, der von zwei Marketenderinnen begleitet wird. Der Schellenbaum ist Wahrzeichen und Stolz eines Musikzuges schlechthin. Er ist eigentlich vom Ursprung her ein heidnisches Symbol mit halbmondförmigen Metallaufsätzen, an denen Glöckchen, Schellen und Roßschweife befestigt sind. Der Schellenbaum kam aus der türkischen Janitscharenmusik im 16. Jahrhundert nach Europa. Hinter dem Schellenbaum folgt der Leiter des Spielmannszuges, der nicht Dirigent, sondern Tambourmajor heißt. Dieser Name kommt vom französischen Wort für Trommler ,“Tambour“. Er ist verantwortlich für die musikalische Leitung des Spielmannszuges und für das Erscheinungsbild des gesamten Musikzuges in der Marschbewegung. Er dirigiert mit dem sogenannten „Tambourstab“, mit dem er Einsätze, Halt – und Abmarschkommandos und vor allem das Marschtempo, den Takt angibt. Hinter dem Tambourmajor marschiert der Spielmannszug, mit Trommeln, Querflöten, Lyra (Glockenspiel), große Trommel und Becken. Dicht dahinter folgt schließlich die Blaskapelle unter der musikalischen Leitung ihres Dirigenten.
Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens ist das eigene Vereinsheim, in dem außer den wöchentlichen Proben Feiern für die verschiedensten Anlässe und Veranstaltungen für Jung und Alt stattfinden.

Hier ein paar Impressionen aus dem Jahr 2013: